Seit dem Jahr 2003 hat die Stadt Warendorf die Absicht, das Lehrschwimmbad in Freckenhorst zu schließen. Durch die Gründung des Interessen-und Fördervereins „Pro Bad“ e.V. konnte dieses Vorhaben bisher verhindert werden, allerdings mit der ständigen Sorge, dass fehlende dringend notwendige Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen den langfristigen Erhalt gefährden könnten. An diesem Punkt sind wir jetzt angelangt: Ein Gutachten hat einen Sanierungsaufwand von rd. zwei Millionen Euro ermittelt – für eine Kommune sicherlich ein einschneidender finanzieller Kraftakt, der einer handfesten Begründung bedarf.

Um die Notwendigkeit des Erhalts des Lehrschwimmbades zu untermauern, hat „Pro Bad“ bei der Stadt Warendorf die Aufstellung einer Bäder-Bedarfsanalyse für die Stadt Warendorf beantragt. Diese Analyse, auch mit erheblicher finanzieller Beteiligung des Vereins auf den Weg gebracht, liegt jetzt vor und wird in der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses vorgestellt. Sie stellt alle Aktivitäten in den Warendorfer Bädern und in der Schwimmhalle der Bundeswehrsportschule auf den Prüfstand und wird für viele Diskussionen in den städtischen Gremien und den betroffenen Vereinen sorgen. Damit sich die Bürger und Bürgerinnen ein Bild vom Inhalt der Analyse machen und sich selbst ein Urteil bilden können, gibt „Pro Bad“ den Abschlussbericht der Bäder- Bedarfsanalyse zur Kenntnisnahme.

Anlage_a1_Altenburg_Bedarfsanalyse_Hallenbaeder_240816.pdf

Quelle: Zusammenfassender Sachstandsbericht zu dem OEK-Vorhaben "Bürgerzentrum Freckenhorst", Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusse, Bürgerinformationssystem, Sitzungsvorlage öffentlich, 01.09.2016

 

 

Die Mitgliederversammlung von „Pro Bad“ am 19.Mai 2016 stand ganz im Zeichen von Neuwahlen des Vorstandes und der Information über die von „Pro Bad“ beantragte Bedarfsanalyse. Vorsitzender Dieter Mevert konnte nicht nur die vielen Mitglieder begrüßen (Es mussten immer wieder Stühle nachgestellt werden), sondern zum ersten Mal auch den neuen Bürgermeister Axel Linke, den Geschäftsführer der Stadtwerke, Herrn Johannes Schwöppe, und seinen „Amtskollegen“ Willi Kortenstedte  vom Förderverein „Bürgerbad Warendorf“.

Im Jahresbericht des Vorsitzenden wurde sehr anschaulich in einer Powerpoint-Präsentation Rechenschaft über das vergangene Jahr mit allen seinen Aktivitäten und Bemühungen um den Erhalt des Lehrschwimmbades abgelegt. Nach den Nachrichten über die kostenintensive Sanierung des Bades hat der Vorstand des Vereins beim Bürgermeister den Antrag zur Erstellung einer Bedarfsanalyse für das LSB Freckenhorst gestellt. Der Verein ist wegen der Wichtigkeit dieser Analyse durch ein neutrales Institut auch bereit, die Hälfte der Gutachtenkosten ( bis zu 12.500 €) zu tragen. Natürlich steht im Vordergrund die Hoffnung auf ein positives Ergebnis, denn es ist kaum vorstellbar, dass die so unterschiedlichen Nutzergruppen von Kindergärten, Grundschulen, Migrantinnen, Behinderten und die Kurse von „Pro Bad“ und Wasserwacht des DRK – Ortsvereins Freckenhorst bei Schließung des Bades irgendwo aufgefangen werden können. Sollte das LSB Freckenhorst seine Daseinsberechtigung behalten, muss es neue Diskussionen um weitere Maßnahmen geben.

Andy Höft
Der zweite Schwerpunkt der Versammlung waren die Neuwahlen zum Vorstand. Vorsitzender Dieter Mevert, Schatzmeister Heinz Hanewinkel und Beisitzerin Gaby Nüßing wurden einstimmig in ihre Ämter wieder gewählt. Durch den plötzlichen Tod des stellvertretenden Vorsitzenden Günter Schröer war eine Nachwahl erforderlich, zunächst für ein Jahr, um wieder in den zweijährigen Wahlmodus zu kommen. Mit Andreas „Andy“ Höft hat der Verein einen Nachfolger gefunden, der durch seine vormalige langjährige Mitarbeit im TUS Freckenhorst bewiesen hat, dass er aktiv mitgestalten kann. Die Versammlung schenkte ihm einstimmig Vertrauen für seine zukünftige Mitarbeit im Vorstand.

Positive Nachrichten konnte Schatzmeister Heinz Hanewinkel in seinem Kassenbericht und im Wirtschaftsplan 2016 der Versammlung vorstellen. Mit einem weiteren Mitgliederzuwachs auf nunmehr 463 Mitglieder ist „Pro Bad“ der drittgrößte Verein in Freckenhorst und ein Beispiel bürgerschaftlichen Engagements und Solidarität im Bemühen für den Erhalt des Lehrschwimmbades Freckenhorst.

Geschenkgutscheine für alle Kursangebote des Interessen - und Fördervereins "Pro Bad" können unverhoffte Freude bereiten.

Diese Erfahrung wurde jetzt zum Weihnachtsfest gemacht. Die Anfrage eines Vereinsmitgliedes nach einem Geschenkgutschein für einen Aquafitness-Kurs war beim Vorstand des Vereins auf positive Resonanz gestoßen und wurde sofort umgesetzt. Allerdings ist es möglich, dass die Einlösung des Gutscheines nicht unmittelbar erfolgen kann, weil entweder die Kurse bereits angelaufen oder aber ausgebucht sind. Dann muss der Beschenkte ein wenig Geduld haben, denn er wird in die Warteliste aufgenommen, die einen Platz für den nächsten Kurs garantiert. Und das Warten lohnt sich immer.

Der Interessen – und Förderverein „Pro Bad“ wurde am 10.Juli 2003 ins Vereinsregister eingetragen. Anlass seiner Gründung war eine Bürgerinitiative, die sich gegen die Schließung des Lehrschwimmbades durch die Stadt Warendorf wehrte. Nach intensiven Verhandlungen mit der Stadt Warendorf und den Stadtwerken konnte ein Vertrag unterzeichnet werden, der es der Bevölkerung ermöglicht, auch weiterhin über den Verein Schwimmkurse für Kinder und Erwachsene und Aquafitness - Kurse zu belegen.

Aufatmen über die weitere Öffnung des Lehrschwimmbades gab es bei den Schulen, die ihre Schwimmstunden auch zukünftig vor Ort durchführen können.
Die Kurse von „Pro Bad“ über jeweils 11 Stunden finden von Montag bis Mittwoch nach der schulischen Nutzung ab 14 Uhr statt (Siehe Kurse/Angebote). Ein öffentliches Schwimmen oder Baden ist laut Vertrag und Angebot des Vereins nicht mehr möglich.

Von der Anmietung des Lehrschwimmbades profitiert auch weiterhin die Sportgemeinschaft der Freckenhorster Werkstätten für Behinderte. Für sie bietet die Variabilität des Hubbodens beste Möglichkeiten.

Ein vierter Nutzer ist die Wasserwacht des DRK – Ortsvereins Freckenhorst. Die Wasserwacht bietet montags und mittwochs Trainingsmöglichkeiten für ihre eigenen Mitglieder, aber auch weitere Ausbildung für den Erwerb des Jugendschwimmabzeichens und des Rettungsschwimmscheins. Für den DRK – Ortsverein Freckenhorst ist seine Abteilung Wasserwacht Basis für die Zukunft, denn die Aktiven in anderen Diensten wie Sanitätsdienst und Blutspendedienst rekrutieren sich ausschließlich aus dem Nachwuchs der Wasserwacht.
Auskunft über die Kurse der Wasserwacht erteilen die Pro-Bad - Vorstandsmitglieder Gaby Nüßing und Martin Riemann.

 

 

Eine ausführliche Darstellung der Entstehungsgeschichte des Interessen – und Fördervereins „Pro Bad“ ist unter Verein/Entstehung nachzulesen.

Vorstand und Mitglieder des Interessen – und Fördervereins „Pro Bad“ sind traurig und tief erschüttert.

Es ging wie ein Lauffeuer durch Freckenhorst, dass Günter Schröer einen Tag vor Heiligabend verstorben ist. Nicht einmal vier Wochen vorher hatte er noch mit dem engeren Vorstand beraten, welche Schritte der Verein zum Erhalt des Lehrschwimmbades weiter unternehmen könnte. Gerade in einer Zeit, wo um den Erhalt so intensiv gerungen wird, war die Meinung von Günter Schröer unentbehrlich. Auf der einen Seite war er immer gradlinig und konsequent in seiner Meinung, zum anderen konnte er kompromissbereit und ausgleichend sein.
Keiner konnte damit rechnen, dass bei einer normalen Gesundheitskontrolle im Krankenhaus, eine Krankheit diagnostiziert wurde, die unheilbar ist und so schnell fortschreitet.
Günter Schröer gehörte 2003 zum Gründungsvorstand von „Pro Bad“ und bekleidete das Amt des zweiten Vorsitzenden, das er mit Umsicht und Tatkraft ausfüllte. Sein Rat wird zukünftig fehlen. „Pro Bad“ ist dem Verstorbenen zu großem Dank verpflichtet und wird sein Andenken stets in Ehren halten.